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    <title>Claims Logfile 2.0 - Hörensagen</title>
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        <title>RSS: Claims Logfile 2.0 - Hörensagen - tail -f /var/log/claim.log</title>
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    <title>Bach: Brandenburgische Konzerte</title>
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            <category>Hörensagen</category>
    
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    Nur ganz kurz und ganz unpolitisch. Für Freunde von Johann Sebastian sind die Brandenburgischen Konzerte sicher ein Ohrenschmaus. Umso schöner, dass ein tschechischer Radiosender nunmehr eine komplette Einspielung dieses barocken Evergreens kostenlos im Netz zum Download zur Verfügung stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinngemäß zitiert von der Webseite des Senders:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Obwohl die Brandenburgischen Konzerte ein wesentliches Werk des barocken Orchesterrepertoires sind, mussten wir bis zum letzten Jahr [2006] auf die erste komplette Einspielung des Tschechischen Radios warten. Gespielt auf alten Instrumenten und nach den Originalpartituren, gepaart mit modernen Standards der authentischen Aufführung.&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.rozhlas.cz/d-dur/download_eng&quot; title=&quot;Zum Download&quot;&gt;Brandenburgische Konzerte bei Cesky rozhlas&lt;/a&gt;  
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    <pubDate>Tue, 25 Sep 2007 21:14:25 +0200</pubDate>
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    <title>Manchmal fällt der Groschen...</title>
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            <category>Hörensagen</category>
    
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    ... erst sehr spät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So zum Beispiel heute bei mir, als ich die gute alte &quot;Good News from the Next World&quot; von den Simple Minds laufen hatte. Im Titel &quot;Hypnotised&quot; heißt es da unter anderem im Refrain:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;All I got now on my defence&lt;br /&gt;
is my innocence &amp;ndash;&lt;br /&gt;
I&#039;ve been hypnotised&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst heute dämmerte mir, was damit gemeint sein könnte. Wer hypnotisiert ist, der legt potenziell sein Innerstes offen. Und kann nur dann davon ausgehen, dass ihm keine Peinlichkeiten oder Geheimnisse entlockt werden können, wenn er keine hat. Eine sehr schöne und sehr melodische Zeile aus dem Lied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann ehrlich gesagt einfach nicht nachvollziehen, warum die Scheibe in den meisten Plattenkritiken so furchtbar schlecht abschneidet. Meiner Meinung nach ist die &quot;Good News&quot; von 1995 eines der besten Alben, die die Minds bisher gemacht haben. Es ist anders als die Musik aus der Zeit drumherum. Härter, lauter, frustrierter und an vielen Stellen mit mehr Konzept. Unter anderem sind auf vielen anderen Scheiben die Texte bei Weitem nicht so ausgefeilt wie auf der &quot;Good News&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite &amp;ndash; das sollte ich vielleicht erwähnen &amp;ndash; kann ich eigentlich jedem Album dieser Band etwas abgewinnen. Selbst der Neon Lights und der Néapolis. Einzig der grottenschlechte Punkrock, den Jim &amp;amp; Charlie vor ihrer Minds-Zeit gespielt haben... da fallen mir einfach keine Worte ein, um das zu beschreiben.  
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    <pubDate>Fri, 08 Jun 2007 20:35:34 +0200</pubDate>
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    <title>Ich brauche mehr Platz</title>
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            <category>Hörensagen</category>
    
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    Durch eine unscheinbare und unglaublich nette Geste von Petra kam ich gestern dazu, endlich mal die jetzt bestimmt schon zehn Jahre alten Saiten meiner Gitarre auszuwechseln, sozusagen &amp;ndash; fast wie beim Tennis &amp;ndash; ein Saitenwechsel (&lt;b&gt;*klimper*&lt;/b&gt;, ein Euro in die Kalauerkasse, ich weiß). Aber eben nur fast! Denn ich würde kühn behaupten, dass ich immer noch besser mit Saiteninstrumenten als mit Seitenspielen (wie eben Tennis) umgehen kann. Kurzum: es war ein mehrstündiger Akt, aber heute nach endlosem Nachstimmen klingt die Gitarre nun deutlich besser als vorher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und als ich mit Petra nun gestern da zusammen saß und wir noch wie in Trance an unseren montäglichen Kinoabend dachten (es gab &lt;a href=&quot;http://www.queenpluspaulrodgers.com&quot; &gt;Queen + Paul Rodgers&lt;/a&gt; Live von der DVD), kramte ich so nach und nach meine Instrumente hervor: zunächst natürlich die Gitarre, mit der ich mich schon den ganzen Abend beschäftigt habe; dann meine Geige, die ich seit dem Ende meines Geigenunterrichts in Oranienburg nun wirklich fast gar nicht mehr benutzt habe; gefolgt von der Flöte, die ich in einem Musikseminar aus einem Gemshorn gebaut hatte. Mir fiel dabei auf, dass ich mittlerweile Schwierigkeiten habe, die engen Griffe auf der Geige richtig hinzubekommen, weil man eben beim Gitarrespielen viel weiter greifen muss, um brauchbare Akkorde zu erzeugen. Überhaupt scheint die Geige eher ein Instrument für Faule zu sein, da man da (wenn man bei der ersten Lage bleibt) im Grunde die linke Hand kaum bewegen muss &amp;ndash; Finger selbstverständlich ausgenommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute nach Feierabend wiederum griff ich mir die &lt;a href=&quot;http://web.uni-bamberg.de/~ba2fm3/instr-systematik.htm&quot; &gt;Querriegel-Laute&lt;/a&gt;  (die Instrumentenkunde lässt grüßen), stellte fest, dass ich wohl alle meine Plektren (diese kleinen, etwa dreieckigen Nylondinger zum Saitenanschlagen) endgültig verloren hatte und beschaffte mir sechs neue bei Jellinghaus. Wieder zu Hause angekommen, fiel mir wie Schuppen von den Augen, dass ich ja noch eine Gitarren-Lern-CD von Magix habe. Also ruck-zuck das Ding ausprobiert und festgestellt: bis auf die nett präsentierten Akkorde ist das Ding eigentlich völlig für die Tonne und quasi eine Heizdecken-Werbeverkaufsveranstaltung, wobei man Heizdecken in diesem Fall durch den Magix Music Maker V2000 ersetzen muss. (Vielleicht erinnert sich manch einer ja noch an dieses revolutionäre Klick-Dir-Deinen-Hit-zusammen-(und werde in zehn Minuten reicher als Madonna und Michael Jackson zusammen)-Ding aus den Neunzigern.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mir natürlich nach kurzer Zeit bereits wieder die Fingerkuppen der linken Hand schmerzten, wich ich kurzerhand aufs Yamaha-Keyboad aus und klimperte ein bisschen vor mich hin. Mühevoll waren nach einigen Minuten dann auch die T-Tp-S-D-T-Kadenzen aus dem Gedächtnis hervorgewühlt. Eigentlich wollte ich auch noch den von Jens geschenkten Synthesizer wieder aus dem Versteck holen, aber da ich schon mit dem Keyboard hinter der Tür meine Platzprobleme hatte, ließ ich das erst mal sein. Zudem erfordert der Synthi ja auch wieder etwas Installationsaufwand, da er natürlich keine eingebauten Aktivboxen hat. Kurzum: Ein Musikzimmer muss her! Wie damals beim PG-Seminar in &lt;a href=&quot;http://www.dagstuhl.de&quot; &gt;Schloss Dagstuhl&lt;/a&gt;. Vielleicht mit weniger Kaminen und Konzertflügeln, aber im Grunde brauche ich ein kleines Studio für meine Instrumente. Und wo wir schon dabei sind &amp;ndash; Schlagzeug würde ich auch gerne mal wieder spielen. Und Songs schreiben. Und Urlaub wäre auch nötig. So viel zu tun, so wenig Zeit, so wenig Platz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. In Dagstuhl gibt&#039;s dieses Jahr ein &lt;a href=&quot;http://www.dagstuhl.de/en/program/calender/semhp/?semid=27125&quot; &gt;Seminar zur Komplexität von CSPs&lt;/a&gt;, einem kleinen, aber interessanten Unterpunkt aus meiner mittlerweile ja abgeschlossenen Diplomarbeit.  
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    <pubDate>Thu, 24 Aug 2006 20:15:00 +0200</pubDate>
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    <title>Dortmund dreht durch</title>
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            <category>Hörensagen</category>
    
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    Ich muss ja zugeben, dass ich hier noch nicht &quot;aktiv&quot; gewohnt habe, als Borussia mal Deutscher Meister wurde. Von daher kann ich sicherlich nicht mal in Ansätzen begreifen, was zu dieser Zeit in der Stadt los war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fakt ist: Nach dem 1:0 gegen Polen gestern abend ist hier offiziell der Wahnsinn ausgebrochen. Man wünscht sich, dass eine politische Demonstration (z.B. gegen Studiengebühren) solche Massen auf die Straße kriegte. Mit dabei natürlich auch Polizisten in jeglichen Varianten. Es waren wohl auch noch Dortmunder Schutzmänner und -männinen dabei, aber ansonsten schien so ziemlich alles aus den umliegenden Gemeinden und Städten angerückt zu sein, was irgendwie entbehrt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was hört man alle drei Sekunden hier in der Innenstadt?&lt;br /&gt;
&lt;center&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 500px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;img width=&#039;500&#039; height=&#039;53&#039; border=&#039;0&#039; hspace=&#039;5&#039; src=&#039;http://claimaster.de/uploads/Hoerensagen/1a-rhythmus.png&#039; alt=&#039;&#039; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der einzige Rhythmus, den man als Fan beherrschen muss.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;
Röööchtöööch! Aus Gaströten, Fanfaren, Tröten, Mündern, geklopft auf diversen Einrichtungsgegenständen und natürlich &amp;ndash; das erfreut sich immer größerer Beliebtheit &amp;ndash; Autohupen! Dieser Rhythmus, dieser Groove, diese Hirnzellen-abtönende Geräuschfolge. Kaum auszumalen, was in dieser Fußball-vernarrten Stadt abgeht, wenn wir Weltmeister werden (woran es natürlich überhaupt keinen Zweifel gibt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings muss man (wie Christian vorhin) sagen: Die Polen sind bessere Verlierer als die Deutschen Gewinner. Man freut sich nicht über den eigenen Sieg, sondern über die Niederlage der anderen. Und noch dazu bei einem Spiel, in dem beide Mannschaften alles gegeben haben. Dass die Polen in der zweiten Hälfte nach dem Platzverweis versucht haben, hinten dicht zu machen, ist nur verständlich. Und mal ehrlich: eine gehörige Portion Glück war auch dabei, dass es dann in der 91. Minute noch geklappt hat. Natürlich hatten wir viele Chancen und vielleicht waren wir auch einen Tick besser als unsere Spielgegner, aber das ist kein Grund, einem Fan der anderen Mannschaft auf der Straße ins Gesicht zu rufen &quot;Ihr habt verloren!&quot;. Hoffentlich bleibt&#039;s im Großen und Ganzen bei verbalen Auseinandersetzungen.  
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    <pubDate>Thu, 15 Jun 2006 12:00:00 +0200</pubDate>
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    <title>Warum kann Tori nicht lesen?</title>
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            <category>Hörensagen</category>
    
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    Hab gerade einen &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Tori_Amos&quot;&gt;äußerst spannend zu lesenden Artikel&lt;/a&gt; in der englischen Wikipedia über &quot;einen&quot; meiner musikalischen Lieblinge gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vielseitigkeit der Musik, die diese Frau macht, ist einfach umwerfend. Hält man zwei Alben von ihr nebeneinander, so finden sich natürlich auch Gemeinsamkeiten, aber gerade die stetige Wandlung und der sehr wache Geist hinter der musikalischen Fassade, der sich in den Songtexten versteckt, lädt zum Immer-Wieder-Hören ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der All-Music-Guide beschreibt zwei meiner Favoriten unter ihren Alben mit etwa dem, was ich dazu zu sagen habe: &lt;a href=&quot;http://www.allmusic.com/cg/amg.dll?p=amg&amp;sql=10:tqjx7i28g77r~T00&quot; &gt;Under The Pink&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.allmusic.com/cg/amg.dll?p=amg&amp;sql=10:26xsa9lgw23f~T00&quot; &gt;Scarlet&#039;s Walk&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bösendorfer-Flügel, bedient von den geschickten und phantasievollen Fingern von Tori Amos, kann erweichende Balladen, erschütternde Geschichten und sogar tanzbare Musik zu Gehör bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S.: &lt;a href=&quot;http://www.sing365.com/music/lyric.nsf/Tori-Amos-lyrics/115DE02E725315684825699D002B092E&quot; &gt;Sing365&lt;/a&gt; hat (scheinbar) alle Songtexte.  
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    <pubDate>Thu, 18 May 2006 23:14:48 +0200</pubDate>
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    <title>Alternde Helden</title>
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    Seit etwa Ende Juli letzten Jahres habe ich mich auf den gerade zu Ende gegangenen Abend gefreut. Grund: Es war mir vergönnt, einige meiner musikalischen Helden, die &lt;a href=&quot;http://www.simpleminds.com&quot;  title=&quot;Offizielle Homepage&quot;&gt;Simple Minds&lt;/a&gt; noch einmal in Farbe und bunt zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst mal ist das Stahlwerk in Düsseldorf mehr ein Schuppen als eine Konzertstätte. Zur Illustration: Nach etwa fünfundvierzig Minuten war die Luftfeuchtigkeit in der Halle derart hoch, dass das Wasser an den Wänden in kleinen Rinnsalen kondensierte, ebenso fielen hin und wieder Tropfen von der Decke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was den Sound anging, leider wieder deutlich zu laut, wie auch bei Trevor Horn in London. Man verstehe mich richtig: Ich liebe es, wenn der Bass so intensiv ist, dass mein Brustkorb vibriert. Das ist einer der Gründe, warum ich Geld für Rock-Konzerte ausgebe: Eben um den Sound so zu erleben, wie man es zu Hause nicht kann. Wenn aber die Lautstärke so hoch ist, dass die Höhen in den Keyboards und Gitarren nur noch scheppern, dann läuft irgendwas falsch. Drückend und treibend sollte der Sound sein, nicht schwallend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber genug der Miesmacherei: der Abend hatte auch gute Seiten. So schreibt Jim Kerr auf der Webseite der Minds, dass die Band es genießt, mal nicht von den Kritikern den Hintern versohlt zu bekommen. Er bezieht sich damit auf die Konzertkritiken und sicherlich auch auf die wohlwollenden Kommentare zum letzten Album (siehe auch &lt;a href=&quot;http://claimaster.de/index.php?/archives/32-Die-richtige-Anzahl-fuer-Schwarz-Weiss.html&quot;  title=&quot;Meine Albumkritik zu B&amp;W050505&quot;&gt;Die richtige Anzahl für Schwarz-Weiß&lt;/a&gt;). Und er hat recht: Das Album ist wirklich sehr gut und ein schöner Brückenschlag zwischen dem frühen, sehr einfallsreichen Schaffen und den gereiften Künstlern zwanzig Jahre später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch zwei weitere Makel hatte der Auftritt dennoch. Punkt eins: Zu kurz! Nach einer brauchbaren Vorband wurden wir Zeugen einer extrem ausufernden Umbaupause, sodass die Minds erst um kurz vor neun beginnen konnten. Dafür gab es zwar zwei gedehnte Zugaben, aber eine Gesamtlänge von zirka 100 Minuten reißt mich nicht vom Hocker. Punkt zwei ist zudem noch frustrierender: An Kerrs Stimme hat der Zahn der Zeit deutliche Spuren hinterlassen. Will sagen: fast alle Titel wurden eine Oktave tiefer gesungen und wenn sich Jim in die Originallage hob, war oft nicht mehr als schiefes Krächzen übrig. Wie letztes Jahr bei Les Holroyd (mit Barclay James Harvest).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Summa summarum&lt;/i&gt; haben die alten Herren eine beachtliche Leistung mit sehr schöner Lightshow und gelungener Titelauswahl auf die Beine gestellt. Burchill (Gitarre) und Gaynor (Drums) konnten durchweg überzeugen und auch Forbes am Bass ließ keine Wünsche offen. Die Keyboardbegleitung war Tour-gerecht, aber nicht herausragend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist einfach schwer, seinen Jugendhelden beim Altwerden zuzusehen. Ich werde sie vermutlich in geschönter Erinnerung behalten und auch die nächsten Alben kaufen. Denn auf der CD hat man ihnen ihre Jahre kaum angehört.  
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    <pubDate>Fri, 03 Mar 2006 00:30:44 +0100</pubDate>
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    <title>Die richtige Anzahl für Schwarz-Weiß</title>
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            <category>Hörensagen</category>
    
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    Das Schwierigste am Musikhören ist, einen Titel oft genug, aber nicht zu oft zu hören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Schwierigkeit wird dadurch ausgemacht, dass diese unteren und oberen Grenzen von Stück zu Stück stark variieren. Im Fall vom &lt;i&gt;Crazy Frog&lt;/i&gt; ist definitv bereits ein einziges mal oberhalb der Schmerzgrenze anzusiedeln. Andererseits erschließen sich Werke wie &lt;i&gt;Close To The Edge&lt;/i&gt; von Yes erst beim vielleicht fünften mal &amp;ndash; will sagen: Gibt man einem typischen Progressiv-Stück zu wenige Anläufe, so fällt der Groschen einfach nicht und der Clou bleibt einem verborgen. Stattdessen ärgert man sich nur über den vermeintlichen Lärm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was macht man nun im Fall vom neuen Album der von mir hoch geschätzten Simple Minds: &lt;i&gt;Black &amp;amp; White 050505&lt;/i&gt;? Das erste mal mehr oder weniger flüchtiges Durchhören brachte mittelmäßige Ernüchterung. Aber alle renommierten Magazine haben das neueste Machwerk der Schotten in hohen Tönen &amp;ndash; oder zumindest sehr wohlwollend empfangen! Wie kann das sein? Die Antwort ist einfach: Zu wenig gelauscht! Das zweite mal &lt;i&gt;Hin&lt;/i&gt;hören beginnt, Türen zu öffnen. Auch die &lt;i&gt;Good News From The Next World&lt;/i&gt; hat mir vor zehn Jahren zunächst wenig zugesagt. Schuld war damals der falsche Anspruch. Zweifellos sind die &lt;i&gt;guten Nachrichten&lt;/i&gt; kein Konzeptalbum, aber man findet dort sehr wohl äußerst kräftige, befreiende Klänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun frage ich mich: Wie oft muss ich jetzt noch Schwarz-Weiß hören, um den glückseligen Zenit zu erreichen? Vermutlich liegt die richtige Dosierung zwischen zwei diskreten Verabreichungen des Klangmaterials. Dann hilft nur Warten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit heilt alle Wunden, sagt man. Sie heilt auch &amp;ndash; bis zu einem gewissen Grad &amp;ndash; das Sattgehörthaben. Schlimm ist aber die Sehnsucht nach dem zweiten Hören, dem Aha-Hören, dem Ja!-Hören. Die bleibt, aber das Gefühl stellt sich nie wieder ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Dolphins&lt;/i&gt; (das letzte Stück der &lt;i&gt;Black &amp;amp; White&lt;/i&gt;) ist tatsächlich herausragend.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 15 Sep 2005 00:18:13 +0200</pubDate>
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    <title>Schmunzelbauchmusik</title>
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 110px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a href=&#039;http://claimaster.de/uploads/Hoerensagen/essen_philharmonie_aussen.jpg&#039;&gt;&lt;img width=&#039;110&#039; height=&#039;83&#039; border=&#039;0&#039; hspace=&#039;5&#039; align=&#039;left&#039; src=&#039;http://claimaster.de/uploads/Hoerensagen/essen_philharmonie_aussen.serendipityThumb.jpg&#039; alt=&#039;&#039; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Außenansicht der Philharmonie.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href=&quot;http://philharmonie-essen.de/?SECTION=Haus&amp;PAGE=architektur&amp;LID=1&quot;&gt;Die Essener Philharmonie&lt;/a&gt; ist eine Reise wert. Im Allgemeinen, weil sie ein schönes Stück moderne Architektur darstellt, die man trotzdem genießen kann und weil die Akustik einfach fantastisch ist. Besonders bemerkenswert fand ich im Innern zwei Dinge: Erstens waren an den Seiten noch rot- bis rostfarbene Stahlträger zu sehen, auf die die Seitenbalkone aufgesetzt wurden. Das schafft eine schöne Verbindung zur Geschichte der Stadt und dem Ruhrgebiet insgesamt. Zum zweiten sind die hellen Fenster in den Seiten gar keine Fenster, sondern clever hinterleuchtete, weiße Wände. Solange noch Gäste in den Saal strömen, sind diese Pseudofenster hell erleuchtet, doch sobald die Veranstaltung zu beginnen droht, wird es fast vollständig dunkel &quot;draußen&quot;. Den umgekehrten Effekt gab es am Konzertende, als das scheinbare Tageslicht wieder in den Saal fiel. Inzwischen schlug die Uhr jedoch schon fast halb elf und draußen war&#039;s schon finster. Bemerkenswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 110px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a href=&#039;http://claimaster.de/uploads/Hoerensagen/essen_philharmonie_innen.jpg&#039;&gt;&lt;img width=&#039;110&#039; height=&#039;83&#039; border=&#039;0&#039; hspace=&#039;5&#039; align=&#039;right&#039; src=&#039;http://claimaster.de/uploads/Hoerensagen/essen_philharmonie_innen.serendipityThumb.jpg&#039; alt=&#039;&#039; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der Konzertsaal aus Zuschauersicht.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Im Speziellen hatte ich das Vergnügen, dort eine Ausnahmeveranstaltung genießen zu können. Jens war durch Zufall auf das Konzert aufmerksam geworden und hatte Karten für uns beide erstanden. Zu hören gab es &lt;a href=&quot;http://www.bebabrecords.com/de&quot;&gt;Barbara Dennerlein&lt;/a&gt;, eine Hammondorgel-Virtuosin, die inzwischen - glaubt man dem Programmheft - beachtliche Bekanntheit in der Welt erlangt hat. Mit von der Partie: Die &lt;a href=&quot;http://www.staatsphilharmonie.de/go.to/modix/now/hauptseite.htm&quot;&gt;Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz&lt;/a&gt; unter der Leitung von &lt;a href=&quot;http://www.berndruf.de&quot;&gt;Bernd Ruf&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mich schon einmal beim Musikhören beobachtet hat, der wird leicht erkennen, dass die Miene bei mir der Spiegel meiner Musikempfindung ist. Das bedeutet vor allem, dass sich bei besonders einfallsreichen oder gewagten Stellen eines längeren Stücks ein Schmunzeln bei mir breit macht. Ich habe an diesem Abend viel geschmunzelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 110px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a href=&#039;http://claimaster.de/uploads/Hoerensagen/dennerlein.jpg&#039;&gt;&lt;img width=&#039;110&#039; height=&#039;71&#039; border=&#039;0&#039; hspace=&#039;5&#039; align=&#039;right&#039; src=&#039;http://claimaster.de/uploads/Hoerensagen/dennerlein.serendipityThumb.jpg&#039; alt=&#039;&#039; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Barbara Dennerlein haut in die Tasten.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Eröffnet mit einer Suite von Alberto Ginastera, stimmten argentinische Klänge das Publikum auf das Kommende ein und warfen einen Schatten voraus, Denn ebenso wie der Komponist besagter Suite kommt auch Barbaras Stammschlagzeuger (&lt;a href=&quot;http://www.danielmessina.de/de/&quot;&gt;Daniel Messina&lt;/a&gt;) aus Buenos Aires. Doch die Bezeichnung &quot;Schlagzeuger&quot; ist eine unverzeihliche Untertreibung. Der Mann spielt nicht nur ausgesprochen filigranes Schlagzeug, sondern ist gleichzeitig auch noch eine komplette Percussion-Combo in einer Person und untermalt mit den verschiedensten Geräuschmachern das parallel zu Hörende. Doch auch der Saxofonist (&lt;a href=&quot;http://www.jazzpages.com/PeterLehel/&quot;&gt;Peter Lehel&lt;/a&gt;) war nicht von schlechten Eltern. Wie aus dem Nichts mischt sich dessen Saxofon in den umgebenden Klang und beginnt, Geschichten zu erzählen. Aber Lehel begnügte sich nicht mit dem bloßen Instrumentalistendasein, sondern arrangierte auch Barbaras Stücke für Band und Orchester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 110px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a href=&#039;http://claimaster.de/uploads/Hoerensagen/daniel_messina.jpg&#039;&gt;&lt;img width=&#039;110&#039; height=&#039;104&#039; border=&#039;0&#039; hspace=&#039;5&#039; align=&#039;left&#039; src=&#039;http://claimaster.de/uploads/Hoerensagen/daniel_messina.serendipityThumb.jpg&#039; alt=&#039;&#039; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die Rhythmusabteilung im Einsatz.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Aus der ersten Hälfte ist mir vor allem &quot;A Summer Day&quot; in Erinnerung geblieben, denn jetzt weiß ich endlich, wie Sommer klingt. Alles, was es braucht, sind eben 5/4- und 7/4-Takt - kurzum: man konnte Strand und Wellen, die Hitze und die gute Laune mitnehmen in die anschließende Pause. Nach der Unterbrechung dann &quot;Three Dance Episodes&quot; von Bernstein, die ich nicht so recht passend im Rahmen fand, denen es aber gelang, weitere Facetten des Orchesters aufzutun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem traumhaft dargebotenen Orgelblues (&quot;&lt;i&gt;Ich könnte immer nur Blues spielen, zu jeder Tages- und Nachzeit.&lt;/i&gt;&quot;) waren schließlich auch die letzten beiden Stücke an der Reihe und beeindruckten mit einem unbeschreiblichen Spektrum in Sachen Tempo, Dynamik und Temperament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur Liebe geht durch den Magen, sondern auch Musik. Viel Schmunzeln und viel Freude in meinem Bauch heute: &lt;b&gt;Schmunzelbauchmusik&lt;/b&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;font-size:x-small; color: #AAA;&quot;&gt;Die verwendeten Bilder stammen von der Webseite der Essener Philharmonie und den Homepages von Barbara Dennerlein und Daniel Messina. Sollten Einwände gegen die Verwendung der Bilder auf dieser Seite bestehen, bitte ich um &lt;a href=&quot;mailto:claim@claimaster.de&quot;&gt;eine kurze Nachricht&lt;/a&gt;.&lt;/div&gt;  
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    <pubDate>Thu, 02 Jun 2005 01:10:00 +0200</pubDate>
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    <title>Musikverschmutzung</title>
    <link>http://claimaster.de/index.php?/archives/18-Musikverschmutzung.html</link>
            <category>Hörensagen</category>
    
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    Es wird Unsinn entwickelt. In rauen Mengen. Damit meine ich nicht die Unterhaltungsindustrie per se, die Vergnügen in kleine, handliche Aufreißtüten verpackt, die bei Bedarf ein bis zwei Albernheiten ausspucken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit meine ich groß finanzierte Projekte von Technologiefirmen, die nichts besseres zu tun haben als Geräte ohne Nutzwert zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Musikindustrie jammert, es gehe ihr so schlecht. Es gehe ihr ja so furchtbar schlecht seit der Geburt des Dämons MP3. MP3 ist das personifizierte Musik-Böse! Schon gewusst? Jahrelang beschränkten sich die großen Labels damit, diese bahnbrechende Technologie zu verfluchen, anstatt sich Gedanken darüber zu machen, wie man diese sinnvoll und zur eigenen Geldmehrung einsetzen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich suche nach &quot;major labels sales drop mp3&quot; (&quot;verkaufseinbrüche große plattenfirmen mp3&quot;). Die zweite Seite bringt zwei sehr interessante Zitate zum Vorschein [1]; ich übersetze frei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böses MP3:&lt;br /&gt;
&quot;CD-Kopiererei und -Piraterie ist ein besonders schwerer Schlag gegen die Musikverkäufe. Ohne Zweifel stellt das mehrfache Brennen von CDs eine bedeutsame Bedrohung für die Plattenindustrie und das Urheberreit von Songschreibern, Künstlern, Produzenten und allen anderen im Musikgeschäft dar.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist sicher zumindest teilweise richtig. Natürlich entstehen der Musikindustrie Ausfälle dadurch, dass sich einige Leute, die üblicherweise zum Händler gingen und sich dort eine Aufnahme eines Titels zulegten, nun in einer Tauschbörse die begehrten Klangwerke ergattern. Aber: Ist es nicht eine ziemlich irrige Annahme, dass jeder, der sich über eine Tauschbörse widerrechtlich Titel besorgt auch zwangsweise jemand ist, der die CD sonst im Laden gekauft hätte, wenn es die Möglichkeit des kostenlosen (und illegalen) Downloads nicht gäbe? Nicht jeder Autodieb stiehlt ein Auto, weil er es kann und würde es sonst kaufen. Das ist Blödsinn. Schlicht und einfach Blödsinn.&lt;br /&gt;
Ich zitiere aus einer Lehrveranstaltung der vorangegangenen Semesters: Bei einem Single-Preis von 3 Euro (das ist wenig, ich weiß) erhält der Künstler am Ende 1,8 Cent. Wenn er nur eine halbe Million Exemplare verkauft, kann er mit knapp 10.000 Euro zwei bis drei Monate davon leben. Wenn er 500.000 Exemplare verkauft. Die Herstellung der CD kostet etwa 50 Cent [2]. Und was passiert mit dem Rest. Der landet dann wohl bei der armen Plattenfirmen-Kirchenmaus. Single-CDs kosten in Wirklichkeit das Doppelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gutes MP3:&lt;br /&gt;
&quot;Wir glauben, dass das Problem bei den Plattengesellschaften liegt. Anstatt Singles oder Downloads durch autorisierte Dritte zu verkaufen, tun sie keins von beidem, sondern erhöhen schlicht und einfach die CD-Preise. Verkäufer könnten Wettbewerber von CD-Brennerei und Dateientausch sein, wenn sie die Chance dazu hätten.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier steckt in meinen Augen viel mehr Wahrheit drin. Die Musikindustrie hat jahrelang verschlafen, sich ernsthafte Gedanken über die konstruktive Nutzung eines Audio-Kompressionsverfahrens mit nahezu verlustfreier Qualität zu machen. Stattdessen werden wir selbst bei großen Versendern wie Amazon immer noch mit 30-Sekunden-Real-Audio-Häppchen abgespeist, die etwa der Klangqualität eines in einer laufenden Waschmaschine platzierten CD-Players gleichkommen. Statt legale Downloads anzubieten, wurde geschimpft und gewettert und der schwarze Peter hin- und hergeschoben. Erst waren die Betreiber der Tauschbörsen schuld, dann die Internet-Provider und am Ende die Kunden selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was wurde gemacht? Die Preise angehoben - man muss ja die hochgerechneten &quot;Ausfälle&quot; kompensieren - und die Leistung eingeschränkt. Wenn man die Leistung reduziert und gleichzeitig den Preis erhöht, geht das zu Lasten eines ausgewogenen Preis-Leistungs-Verhältnis - und zwar gleich doppelt! Das Resultat: Kopiergeschützte Medien, die den Dienst in CD-Laufwerken und Autoradios verweigern und nicht mehr CD-Standard-kompatibel sind. Hat es was gebracht? Nein! In den bekannten Tauschbörsen finden sich nach wie vor alle aktuellen Titel - jetzt auch von &quot;kopiergeschützten&quot; Medien!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das illustriert wieder einmal sehr anschaulich die Nutzlosigkeit von Kopierschutzmechanismen. Den ehrlichen Käufern wird nur noch die halbe Leistung angeboten und sie können sich von der richtigen Nutzung verabschieden. Und die Leute, die es kopieren wollen, tun es so oder so. Ob mit oder ohne Kopierschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun lese ich gerade in einem Newsletter etwas von einem mobilen Musikabspielgerät, dass sich &quot;nur nach Authentifizierung per Fingerabdruck starten&quot; [3] lässt. Die Musikindustrie sei hin und weg davon. Das mag ich gerne glauben, aber welche Kunde kauft denn freiwillig solch ein Gerät? Hat irgendjemand Interesse daran, sich weiter Bürden aufzuerlegen, nur um die bereits bezahlte Musik &quot;rechtmäßig&quot; nutzen zu dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es reicht! Genug ist genug! Das ist mehr als Schikanierung. Das ist Unsinn in Dosen. Hohen Dosen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
[1] &lt;a href=&quot;http://www.musicjournal.org/01cdsales.htm&quot;&gt;The Drop In Worldwide CD Sales: A Case of Collective Blame?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
[2] &lt;a href=&quot;http://www.billepalast.de/herstellung/cd/beispiel.htm&quot;&gt;CD-Herstellungskosten&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
[3] PC Magazin-Newsletter vom 07.06.2004, &lt;a href=&quot;http://www.theregister.co.uk/2004/06/04/biometric_drm&quot;&gt;Originalartikel von The Register&lt;/a&gt;  
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 08 Jun 2004 02:11:00 +0200</pubDate>
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    <title>Musik macht deinen Sommer</title>
    <link>http://claimaster.de/index.php?/archives/14-Musik-macht-deinen-Sommer.html</link>
            <category>Hörensagen</category>
    
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    Coca-Cola ist eine coole Firma. Sie hat bei mir ein gutes Image, macht Produkte, die ich mag und denkt sich gefällige Werbespots aus, zusammen mit eigens für das Firmenimage komponierten Songs. Coca-Cola ist Kult, Lebensgefühl und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Coca-Cola hatte eine Kunden-Ausbeutungs-und-mit-Belohnung-lock-Aktion. Man sollte Etikettenschnipsel sammeln, einschicken und konnte sich dann eine eigene Musik-CD zusammenstellen. Ein akzeptables Song-Repertoire war vorgegeben, man konnte eine Auswahl treffen, einen CD-Titel wählen und ein Cover aussuchen. Schön und gut. So tat ich es gegen Anfang August, In der Hoffnung, noch eine Verbindung zwischen Sommer und der CD herstellen zu können. Irgendwann Ende September bekam ich dann den Zugangscode zum Mixen und Für-Lau-Bestellen der CD. Auch getan. Vorgestern nun, der Oktober ist mittlerweile quasi vorbei, bekomme ich die CD und ich lese in dem Begleitschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Dein erster mit Spannung erwarteter Mix ist da! Und ab sofort kann der Sommer kommen, denn du hast die perfekte Musik dafür. Solltest du Lust auf eine [...] Volume 2 haben, [...] heißt es Gas geben, denn die Aktion läuft nur noch bis zum 29. August 2003.&quot;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na dann halt ich mich wohl besser ran. Gibt es irgendeinen Kalender, bei dem man noch auf einen weiteren August 2003 hoffen kann? Und mit Sommer hat die momentane Wetterlage auch wenig zu tun. kann mich nicht erinnern, schon mal im (echten) Sommer mit Mantel und Rollkragen-Pullover draußen gewesen zu sein. Und warm war es diesen Sommer schon, da kann man nix sagen. Selbst hier, im nasskalten Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurzum: Ich bin enttäuscht! Die CD kam in einer Papphülle, die sich nur mit Bastelaufwand in eine ordentliche CD-Hülle einbauen ließ. Das Track-Listing ist brauchbar, aber auch in keinem vernünftigen Format. Und der CD-Titel, der nur auf der CD aufgedruckt ist, nicht mal auf der Hülle, ist in winziger Schrift so klein ausgefallen, dass er neben den ganzen Copyright-Vermerken und Logos wirklich untergeht. Und das Schärfste: auf der Hülle steht/stand &quot;This compilation © Universal Music.&quot; - und da hört der Spaß nun wirklich auf, denn nicht Universal hat diese Zusammenstellung getroffen, sondern ich. Naja, die CD war umsonst und von daher ist es schön, überhaupt was bekommen zu haben. Aber Lobpreisungen gibt es für die Ausführung nicht. Grrr.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 30 Oct 2003 23:00:00 +0100</pubDate>
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    <title>Nächtliche Reise zu Billy Joel</title>
    <link>http://claimaster.de/index.php?/archives/9-Naechtliche-Reise-zu-Billy-Joel.html</link>
            <category>Hörensagen</category>
    
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    Von der Kritik lange verschmäht, von den Fans heiß geliebt. In letzter Zeit bin ich so oft Billy Joel über den Weg gelaufen, da hat es mich diese nacht Gepackt. Der All-Music-Guide [1] zeigt eine interessante und sehr durchwachsene Biografie eines Singer/Songwriters, geprägt von Rückschlägen und Trennungen, hauptsächlich aber von Musik, zum Glück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier einige Beispiele für sein schier unerschöpfliches Schaffen: Leningrad, Tell Her About it, Uptown Girl, The Longest Time, Only the Good Die Young, River of Dreams, We Didn&#039;t Start the Fire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade das letzte Lied hatte ich schon viele Jahre bevor ich es bewusst mit ihm verband sehr hoch angesehen. Und eben zu diesem Lied wollte ich vorhin Text zum Mitlesen haben und fand dabei mehr als nur eine Seite mit Songtext. Die Folge geschichtlicher Ereignisse, die er in dem Song im Eilverfahren abhandelt, wird beleuchtet und erklärt. [2]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sehr eindrucksvoll ist mir auch noch Scenes from an Italian Restaurant in Erinnerung. Dazu gibt es bewusst hier keinen Reinhör-Link, das Lied muss mann komplett hören, um etwas davon zu haben.&lt;br /&gt;
Obwohl meine Musikwahl inzwischen betont kontra Pop ist, um ein Zeichen gegen die dumme Massenbeschallung zu setzen, komme ich nicht umhin, Billy Joel hier zu empfehlen. Letztendlich sollte bei Musik auch der Bauch entscheiden, finde ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[1] - http://www.allmusic.com&lt;br /&gt;
[2] - http://www.fkg-wuerzburg.de/schule/faecher/englisch/joel  
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 23 Jul 2003 03:26:00 +0200</pubDate>
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    <title>Ja und immer wieder Ja</title>
    <link>http://claimaster.de/index.php?/archives/6-Ja-und-immer-wieder-Ja.html</link>
            <category>Hörensagen</category>
    
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    Endlich war es soweit. Dienstag, 8. juli 2003, Bonn, Museumsplatz. Jens hatte mich zu einem Konzert seiner Lieblingsband Yes eingeladen. Es sollte Open Air sein und von den zwanzig Alben, die die Band seit ihrer Gründung herausgebracht hat, kenne ich nur verschwindend wenige Titel. Dafür mag ich die Musikrichtung und den Stil, den die Band verkörpert. Progressivrock hat meiner Meinung nach ja den Anspruch, die Komplexität klassischer Musik mit dem Instrumentarium der Rockmusik zu erreichen. Gestern erst habe ich gelesen, dass der Titel &quot;Close to the Edge&quot; der Sonatenhauptsatzform folgt. Generell gefällt mir an der Art der Musik, dass das Album nicht nach dreimaligem Hören bereits im Schrank landet und nie wieder angesehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir kamen also in Bonn an, die Hinfahrt war überraschend einfach und wir hatten noch eine angemessene Zeit, um von dem glücklich ergatterten Parkplatz bis zum Eingang zu kommen. Der Parkplatz war selbstverständlich genau an der worst-case-Position, sodass wir den maximalen Weg bis zum Eingang zurückzulegen hatten. Das Konzert begann dann etwa mit der üblichen, halbstündigen Verspätung. Am Anfang waren die stücke recht leise, wodurch ein nicht unerheblicher Teil der Songs verloren ging. Gerade die Synthie-Passagen bei Magnification waren fast nicht zu hören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Emotionen der Fans waren natürlich dominiert davon, noch einmal die (fast) Traumbesetzung der Band erleben zu dürfen. Jon Anderson mit seiner hellen, klaren Stimme wie vor 20 Jahren, Rick Wakeman an den Keyboards, Steve Howe an der Gitarre und die beiden Stützen der band: Squire am Bass und White an den trommeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wakeman enttäuschte nicht, als er (nach Jens&#039; Worten) Ausschnitte aus einem seiner Soloprojekte &quot;The six wives of Henry VIII&quot; spielte. Die Faszination beim Zuhören liegt hier vor allem darin, bestaunen zu können, mit welcher Geschwindigkeit die Musiker der alten Schule spielen. Sie legen weniger Wert auf technische Tricks oder Effekte und berufen sich auf das Beherrschen des Instruments. Wakeman also am Klavier, eine ziemlich flotte Passage spielend, dann kurze Pause, einige tiefe Akkorde gefolgt von einer Wiederholung der vorhergehenden Passage im doppelten Tempo. auf der Videowand waren kaum noch die Finger einzeln zu erkennen. Sehr, sehr beeindruckend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir Chris Squires Bass-Solo bei &quot;Long Distance Runaround&quot;. Was der Mann auf dem Bass leistet, schafft so mancher Gitarrist nicht auf seinem Instrument. Generell sehr druckvoller Bass, der die Lieder an den richtigen Stellen unterstützt und ansonsten antreibt und für die Dynamik der Stücke sorgt. Überhaupt schien mir das Zusammenspiel von Bass und Drums ziemlich harmonisch, die beiden verstehen sich scheinbar recht gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achja, emotionslose Gesichter von Wakeman und Howe, aber das kennt man ja. Auch die noch so lärmende Gefallensbekundung des Publikums sorgt bei den beiden kaum für eine Gesichtsregung, geschweige denn für ein Schmunzeln oder Lächeln. Die auf die Sechzig zugehenden Altrocker der Band zeigten mit diesem Konzert, bei dem sich (für mich) erstaunlich viele, junge Zuhörer einfanden, aus welchem Holz sie geschnitzt sind. Und um mit Anderson zu schließen: &quot;There&#039;s two good things about that last piece: first, we can still play it - and second, we have an audience that is listening to us.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und daher: Ja, ja, ja und immer wieder ja! Gute Musik rockt!  
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 10 Jul 2003 11:31:00 +0200</pubDate>
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