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    <title>Claims Logfile 2.0 - Denkblase</title>
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        <title>RSS: Claims Logfile 2.0 - Denkblase - tail -f /var/log/claim.log</title>
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    <title>&quot;Reiche Eltern für alle!&quot; ...</title>
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            <category>Denkblase</category>
    
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    &lt;p&gt;... so heißt es auf einem Transparent bei den aktuellen Protesten zur Situation der Studierenden an den Universitäten. Das erfasst natürlich nur einen kleinen Teil der Probleme, in denen die Studierenden in unserem Land stecken, aber es ist eine originelle Forderung.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Unabhängig von den konkreten Umständen und der Uneinigkeit darüber, ob die beiden Parteien Hochschulrektorenkonferenz und Studierendenschaft nun miteinander reden oder nicht: Ich bin sehr beeindruckt davon, dass die Studis es geschafft haben, auf die Titelseiten und mehrere Tage hintereinander in die Fernsehnachrichten zu kommen, zuweilen sogar als Top-Thema. Dabei geht es mir weniger um die Tatsache, dass sich die Medien dafür interessieren und dem Thema überhaupt so viel Bedeutung beimessen, sondern viel mehr darum, dass durch diesen andauernden Ausdruck des Unmuts über die Situation der (Hochschul-)Bildung in Deutschland überhaupt erst wahrgenommen wird, was da an unseren Hochschulen und mit dieser Generation passiert.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; Dass die aktuellen Proteste auch noch in Leipzig stattfinden, wo vor 20 Jahren der Weg zur deutschen Einheit begann, ist umso passender. Auch heute fordern die Studierenden eindringlich, aber friedlich eine Verbesserung ihrer Studienbedingungen. Wer studiert hat, weiß, wie wichtig gute Studienbedingungen sind, um in dieser sehr stressigen und Kräfte zehrenden Zeit obenauf zu bleiben. Und ich spreche hier nicht von in meinen Augen sinnlosen Initiativen wie &amp;quot;Notebooks für alle&amp;quot;. Es geht um das Betreuungsverhältnis, um die ausreichende Verfügbarkeit von Literatur und den Zugang zu Veröffentlichungen, das Miteinander und die Möglichkeit, auch noch das Privatleben mit dem Studium unter einen Hut zu bringen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Schon jetzt kann ich die rollenden Augen von &amp;quot;den Leuten im Arbeitsleben&amp;quot; sehen. Aber ich bin ja inzwischen selbst so jemand. Ich rolle aber nicht mit den Augen, denn ich weiß, was es in dieser Zeit bedeutet, ein Studium erfolgreich abzuschließen; und ich hatte es noch vergleichsweise gut dabei. Natürlich ist das Studentenleben anders als das Arbeitsleben. Natürlich stehen viele Studenten nicht um 7 Uhr auf. Aber Studenten haben nicht frei, wenn sie wieder zu Hause ankommen. Dann geht für viele der zweite Arbeitstag los: Nachbereiten, vorbereiten, recherchieren, lernen, oder tatsächlich irgendwo &lt;em&gt;arbeiten&lt;/em&gt;, um noch was im Kühlschrank zu haben. Und so etwas wie &amp;quot;Semesterferien&amp;quot; ist auch nicht jedem vergönnt. Ich habe während meines Studiums zwei mal zwei Wochen Urlaub gemacht. Die meiste Zeit über, wenn &amp;quot;vorlesungsfreie Zeit&amp;quot; herrschte (wie es richtig heißt), war ich mit Prüfungsvorbereitungen beschäftigt. Es bleibt sicher auch immer mal wieder Zeit zum Feiern (am Besten nach bestandenen Klausuren), aber eine ruhige Kugel schiebt sich anders.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ich bewundere die, die heute auf die Straße gehen und ihr Recht auf freie und gute Bildung einfordern. &lt;em&gt;Ihr tut das Richtige!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Im Übrigen hätten die Eltern sicher auch nichts gegen eine Umsetzung der oben genannten Forderung auf dem Transparent. Aber das ist eine andere Geschichte.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;  
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 24 Nov 2009 18:40:00 +0100</pubDate>
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    <title>Geplanter Terror? Preis-Anschlag an der Tankstelle!</title>
    <link>http://claimaster.de/index.php?/archives/92-Geplanter-Terror-Preis-Anschlag-an-der-Tankstelle!.html</link>
            <category>Denkblase</category>
    
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    &lt;br /&gt;
Beim jüngsten Osterfest konnte man wieder Terror an der Tankstelle beobachten: Die Spritpreise klettern um zehn oder mehr Cent nach oben; und das natürlich genau, wenn alle Leute in den sauer erarbeiteten, wohl verdienten Urlaub fahren wollen. Eine unverschämte Dreistigkeit, die ihresgleichen sucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch von einem anderen Blickwinkel aus betrachtet ist das geradezu biblische Zeter und Mordio um die Einladung zum Kaufangebot an den Stationen der Mineralölkonzerne absurd. Wir beobachten das marktwirtschaftliche Phänomen von Angebot und Nachfrage. Ein Konsumnaturschauspiel unserer modernen Zeit. Vielleicht ist es ja umgekehrt? Vielleicht klettern die Preise, weil die Nachfrage auf einmal sprunghaft in die Höhe steigt? Und vielleicht sacken sie aus dem symmetrischen Grunde, dem Ausbleiben der klimaktischen Nachfrage einen Tag später schon wieder auf Normalniveau ab?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will die Tankstellen ja gar nicht unnötig in Schutz nehmen, aber irgendwie scheint mir das immer wiederkehrende Gebrüll um die &amp;quot;Abzocke zu den Ferien&amp;quot; ein bisschen zu einfach. Wer würde denn nicht die Preise anheben, wenn einem alles Volk das eigene Produkt aus den Händen reißt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Rande: Ich bin mal gespannt, wann diese Seite bei &lt;a title=&quot;Such!&quot; href=&quot;http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=anschlag+tankstelle+geplant+terror&amp;btnG=Google-Suche&amp;meta=&amp;aq=f&amp;oq=&quot;&gt;dieser Google-Suche&lt;/a&gt; zu finden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 14 Apr 2009 20:48:37 +0200</pubDate>
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    <title>Unvergessen</title>
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            <category>Denkblase</category>
    
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ich weiß nicht, ob es anderen auch so geht, aber in meiner Kindheit gab es Leute, die Sätze zu mir gesagt haben, die sich auf ewig in mein Gehirn gebrannt haben. Wenn man auf diese Sätze zurückblickt, wünscht man sich, etwa wie in der Fabelhaften Welt der Amélie, einen Souffleur gehabt zu haben, der einem die passende Entgegnung hilfreich servieren hätte können. Ich will mal zwei Beispiele geben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;&lt;i&gt;Das hab ich mir schon gedacht. So viele Sachen hättest du dir ja auch nicht merken können.&lt;/i&gt;&amp;quot; sagte noch zu DDR-Zeiten eine Grundschullehrerin zu mir. Diese Person hatte auch andere Einfälle parat. So etwa eine alleinstehende Tafel im Klassenraum, auf der die ersten zwei oder drei Buchstaben der Vornamen jedes Schülers zu lesen waren, wahlweise in weiß (schlecht) oder rot (gut). Es handelte sich dabei quasi um eine verschärfte Form der Kopfnoten (die wir damals natürlich auch hatten), in diesem Fall &amp;quot;Betragen&amp;quot;. Die Namenskürzel konnten wahlweise noch um bis zu zwei Striche in der jeweiligen Farbe ergänzt werden, um das gute oder schlechte Betragen noch deutlicher zu brandmarken. Sammelte man einen dritten Strich auf, gab es eine gute (rot) oder schlechte (weiß) Note. Zurück zu obigem Satz: Diesen sagte sie, als sie mich beim Einkaufen in der örtlichen Kaufhalle antraf. Für DDR-Unkundige: Das war so etwas wie ein Supermarkt, nur dass die Verpackungen nicht so bunt waren und das Wort super noch nicht erfunden war. Sie sagte den Satz, nachdem sie meine Mutter bemerkt hatte und brachte damit unmissverständlich zum Ausdruck, dass alleine einzukaufen unmöglich zu meinen Fähigkeiten zählen konnte. Auf die Idee, dass selbst ein achtjähriger Junge einen Einkaufszettel dabeihaben könnte, schien sie nicht gekommen zu sein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der zweite Satz, den ich hier nennen will, stammt aus meiner Fahrschulzeit. Mein Fahrlehrer, sonst ein gemütlicher Typ, der während unsere Fahrten liebend gern die Aktienkurse im Radio hörte und seine Sätze gerne mit &amp;quot;wa hö hm?&amp;quot; abschloss, fuhr das erste mal mit mir zur Tankstelle und ließ mich tanken. Ich stieg also aus und öffnete den Tankklappe, schraubte den Deckel ab und suchte nach einer Ablagemöglichkeit. Beim VW Passat muss(te) man den Deckel oben auf die Klappe stecken, wofür zwei Schlitze im Deckel zur Verfügung staden. Ich fand diese Möglichkeit jedoch nicht binnen zwei Sekunden, was ihn zu der Bemerkung veranlasste: &amp;quot;&lt;i&gt;Na handwerklich hastet aber nich so, wa hö hm?&lt;/i&gt;&amp;quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Noch heute wünsche ich mir, in diesen Momenten eine passende Entgegnung parat gehabt zu haben. Rückblickend ärgert mich hauptsächlich, wie sehr diese Personen eine vorschnelle Einschätzung trafen. Sie strotzen vor Arroganz und Herablassung, im zweiten Fall fällt der Satz sogar auf den Sprecher zurück. Wie armselig, über jemand anderen zu spotten, wenn dieser etwas nicht sofort begreift, womit man selbst seit Jahr und Tag zu tun hat und diesen Vorsprung deutlich zeigen muss.&lt;/p&gt;  
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    <pubDate>Sat, 21 Jun 2008 21:15:00 +0200</pubDate>
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    <title>Schöne Sicht</title>
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    Jetzt habe ich etwa ein halbes Jahr lang Windows Vista Business auf meinem Arbeits-Notebook installiert. Und ich muss sagen: lässt man den leicht bitteren Beigeschmack von DRM (Stichwort: Kein DVD-Decoder im Windows Media Player mehr) und &quot;Trusted Platforms&quot; mal außen vor, dann bleibt ein extrem angenehmes, leicht zu bedienendes und komfortables Windows übrig, dass ich nicht mehr missen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so kommt es denn, dass ich, während diese Zeilen hier entstehen, gerade eine Installations-DVD brenne, die mir dabei helfen wird, Vista auf meinen Heimrechner draufzuziehen. Keine Sorge, ist alles legal und nennt sich &quot;MSDN Academic Alliance&quot;. Einer der wenigen echten Vorteile, die einem als Promotionsstudent noch bleiben, wenn man &lt;em&gt;kein&lt;/em&gt; Mitarbeiter einer Hochschule ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In meinen Augen ist Vista der glücklichste Windows-Wurf bisher. Von XP zu Vista ist es etwa der gleiche Umstieg wie von Windows 2000 auf XP. Vieles ist einfach runder gelungen und mal abgesehen von dem (sehr ansprechenden) grafischen Schnickschnack ist in Sachen Usability einfach viel passiert. Allen voran steht sicher das neue Mobility Center, dass die wichtigsten Notebook-Funktionen in einer Schaltzentrale aggregiert und damit das Arbeiten unterwegs deutlich angenehmer macht. Mein zweitliebstes Feature ist die allwissende Windows-Suche im Startmenü. Sie funktioniert wie das Ausführen-Feld der früheren Versionen, sucht aber gleichzeitig noch an allen indizierten Orten, etwa im Startmenü. Letzteres ist für mich wirklich bedeutsam, da ich bisher immer die typische Unordnung im Startmenü gehasst habe, weil ich spätestens nach der zehnten Programminstallation einfach nichts mehr wiedergefunden habe. Jetzt tippe ich nur noch den Namen des Programms und muss mich nicht mehr darum kümmern, wo es liegt; geschweige denn, die Einträge von Hand sortieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztlich ist es schade, dass das Media Center nicht dabei ist, denn das durfte ich mir kürzlich mal bei einem Bekannten ansehen, der sein Wohnzimmer mit neuem Flachbild-Fernseher damit zur ultimativen Medienzentrale gemacht hat. Sehr beeindruckend, wunderbar integriert und mit der entsprechenden Fernbedienung kinderleicht zu handhaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist also aus mir, einem einstmaligen Windows- und IE-Hasser, ein Vista-Liebhaber geworden, der die vielen netten Kleinigkeiten und das runde Gesamtbild (das erst durch die immer noch furchtbare Monopolstellung entstehen konnte) einfach zu schätzen weiß. An vielen Stellen bedient es sich eben einfach genau so, wie es sein sollte.  
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    <pubDate>Fri, 11 Apr 2008 23:03:04 +0200</pubDate>
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    <title>Flugbereitschaft</title>
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            <category>Denkblase</category>
    
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    Flugbereitschaft heißt eine Einrichtung der Bundeswehr, die dafür sorgt, dass wichtige Menschen, zum Beispiel Politiker, schnell von A nach B kommen. Das hat allerdings seinen Preis. Die Westdeutsche Allgemeine nannte dazu heute Zahlen in der Gegend um 4500 Euro (Minimum) für einen Flug. Sigmar Gabriel und Ursula von der Leyen sind allem Anschein nach wichtig. Denn sie haben die Flugbereitschaft angeblich einige Male verwendet, zum Teil sogar allein im Flugzeug (Besatzung mal ausgeschlossen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, viel bemerkenswerter als die Frage, ob Politiker nun in Ausnahmefällen oder auch in weniger ausgenommenen Fällen diesen Dienst nutzen dürfen, finde ich die Entgegnung von Umweltminister (!) Gabriels Chef, zu diesem (um mal unangemessen aufzubauschen) &lt;em&gt;eklatanten Missstand&lt;/em&gt;. Beck:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&quot;Die Kritik ist falsch. Man kann Deutschland nicht mit dem Fahrrad regieren. [...] Eine solche Diskussion gibt es nur in Deutschland.&quot;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Besonders der letzte Satz hat es mir angetan. Es gibt schließlich eine Menge Dinge nur in Deutschland, die deshalb nicht sofort absurd sind, zum Beispiel vernünftiges Vollkorn- und Roggenbrot. Und auch die Tatsache, dass zumindest dem Anschein nach unverhältnismäßiger Reiseaufwand kritisiert wird, deutet eigentlich darauf hin, dass man in Deutschland mindestens eine Lektion gelernt hat: &lt;em&gt;Was die Obrigkeit tut, darf man getrost in Frage stellen.&lt;/em&gt; Besonders seit 1945 ist das in meinen Augen eine gesunde Grundeinstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Kritik unberechtigt ist, lässt sich das sicher auch mit Argumenten aus dem Weg räumen. Argumente in diesem Fall: a) dass die jeweiligen Termine ohne die Flugbereitschaft nicht hätten wahrgenommen werden können und b) die Termine zum Großteil auf die EU-Ratspräsidentschaft zurückzuführen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint, als wären die Reisen gerechtfertigt. Dennoch: Gerade als Chef einer Regierungspartei darf man ruhig substanzielle Komponenten in eine Verteidigung aufnehmen. Blendrhetorik allein ist sicher nicht die beste Basis für Vertrauen der Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[1] &lt;a href=&quot;http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~ED60F04BC1FFA49FE8471B7A9D397E1B7~ATpl~Ecommon~Scontent.html&quot;  title=&quot;FAZ: Nutzung der Flugbereitschaft: Opposition kritisiert Gabriel und von der Leyen wegen Flugreisen&quot;&gt;FAZ-Artikel zum Thema&lt;/a&gt;  
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    <pubDate>Mon, 03 Sep 2007 22:22:47 +0200</pubDate>
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    <title>Nachruf</title>
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    Am letzten Donnerstag ist in der Schweiz ein Tornado in eine Felswand gerast. Wie üblich bei Flügen in Jets wie dem Tornado oder beispielsweise der amerikanischen F-14 (Tomcat) gehören zwei Menschen in das Cockpit: ein Pilot (vorne) und ein sogenannter Waffensystemoffizier (hinten). Letzterer hat den Absturz mit viel Glück und viel Einsatz der Schweizer Rettungskräfte überlebt und schwebt nicht mehr in Lebensgefahr. Für den Piloten jedoch hat das Unglück kein glimpfliches Ende genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte jetzt Dinge sagen wie &quot;Es trifft immer die Falschen.&quot;. Aber das würde in der Umkehrung bedeuten, dass andere es eher verdient hätten, ihr Leben in solchen Einsätzen zu lassen &amp;ndash; und das ist schlichtweg Unsinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber: Unglücke wie diese, speziell &amp;ndash; wie vielerorts in den Medien thematisiert &amp;ndash; im Vorfeld nahender Bundeswehr-Einsätze, erinnern mich daran, wie dankbar ich den Menschen bin, die versuchen, den Frieden für uns und für andere zu sichern. Es wird oft und viel auf&#039;s Militär geschimpft und viele gehen dabei so weit, dass sie die Abschaffung jeglicher Streitkräfte fordern. Das würde Unfälle wie den am letzten Donnerstag verhindern, uns jedoch gegenüber mehr oder weniger Verrückten (von denen es reichlich gibt) viel verwundbarer machen. Es ist gut, dass wir in einem großen Teil Europas nun schon länger als ein halbes Jahrhundert keinen Krieg mehr hatten. Und es ist nicht selbstverständlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das nur am Rande. Ich will nicht, dass es hinterher heißt: &quot;Er hat das Unglück zum Anlass genommen, die Existenz unseres Militärs zu rechtfertigen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Eintrag soll einzig und allein ausdrücken, dass mich der plötzliche Tod von Christian, mit dem ich zur Schule gegangen bin, härter trifft, als ich es vorher für möglich gehalten hätte. Ich habe nur gute Erinnerungen an die Stunden, die ich mit ihm verbracht habe und ich wünschte, ich hätte auf den beinahe alljährlichen Klassentreffen zur Weihnachtszeit mehr mit ihm gesprochen. Für ein paar Worte hat es aber fast immer gereicht. Und ein paar Worte sollten es auch dieses mal sein.  
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    <pubDate>Tue, 17 Apr 2007 18:44:17 +0200</pubDate>
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    <title>Adressvermieter...</title>
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            <category>Denkblase</category>
    
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    ... (&lt;em&gt;etwas gedämpft&lt;/em&gt;) hoffentlich merkt keiner, &lt;em&gt;wie&lt;/em&gt; lange es hier schon nix neues mehr zu lesen gab ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;*räusper*&lt;/strong&gt; (&lt;em&gt;Clemens auf&lt;/em&gt;) Also!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gab es seltsame Post. Ein Schreiben von &quot;&lt;a href=&quot;http://www.yourcha.com&quot;  title=&quot;Zur Webseite der &#039;Firma&#039;&quot;&gt;Yourcha&lt;/a&gt;&quot;. Ich wäre als &quot;motivierter und qualifizierter&quot; Arbeitnehmer bestens geeignet, mich nach einem neuen Job umzusehen (und nebenbei noch eine Versicherung abzuschließen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erster Schritt: Ich rufe die 0800-Nummer an und frage, woher die denn meine Adresse haben. Antwort: &quot;Von einem Adress&lt;em&gt;vermieter&lt;/em&gt;.&quot; Das schlägt dem Fass nun echt den Boden aus. Mich würde das Geschäftsmodell mal interessieren: Muss man da auch jede Adresse immer neu aktivieren, weil die ja nur gemietet ist? Ich könnte aber wohl eine E-Mail schreiben und auf diese Weise in Erfahrung bringen, woher die Adresse nun genau kommt. Verstehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweiter Schritt: Ich öffne die Webseite und mache mir ein Bild von der tollen Plattform. Ein müdes Lächeln flieht über mein Gesicht, als ich sehe, dass jedes Vorkommen des Worts &quot;yourcha&quot; direkt mit einem &lt;sup&gt;&amp;copy;&lt;/sup&gt; versehen ist, während dieses Fantasiewort im Brief noch jeweils mit einem &lt;strike&gt;schmückenden&lt;/strike&gt; dämlichen &lt;sup&gt;&amp;reg;&lt;/sup&gt; daherkam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnell Google bemühen. Und siehe da: &lt;a href=&quot;http://smallfire.de/blog/?p=260&quot;&gt;Einmal&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://smallfire.de/blog/?p=268&quot;&gt;zweimal&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://blog.zeit.de/hartz/2007/02/12/werbung_56&quot;&gt;dreimal&lt;/a&gt;. Diese Blog-Einträge bestätigen meinen Verdacht. Es handelt sich allem Anschein nach um einen Adressensammler, der auf diesem Weg versucht, Adressen zu validieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die AGB gibt&#039;s übrigens nur nach der Anmeldung mit dem persönlichen Zugangscode aus dem Brief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&lt;em&gt;Kopf schütteln, Clemens ab&lt;/em&gt;)  
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    <pubDate>Mon, 02 Apr 2007 15:31:42 +0200</pubDate>
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    <title>Wadenkrampf!</title>
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Au!  
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    <pubDate>Fri, 25 Aug 2006 04:00:00 +0200</pubDate>
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    <title>Freheit oder eben nicht</title>
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            <category>Denkblase</category>
    
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    Wenn der Advokat der Freiheit (lies: USA-Präsident Bush) in ein Land kommt, dessen Verfassung eine freiheitlich-demokratische Grundordnung zusichert, dann muss man schon mal Abstriche machen. Anwohner werden in ihren Wohnungen eingesperrt und fahnenwedelnde Clacqueure wie in einer schlechten Comedysendung ans Spalier gestellt. Da zeigen sich endlich wieder die seinerzeit von Rüttgers im letzten NRW-Wahlkampf geforderten deutschen Tugenden: Disziplin und Respekt vor Autorität. Dass die Autorität in diesem Fall staatliche Willkür sein könnte, stelle ich einfach mal so in den Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wollen wir wirklich, dass ein Gericht in zweiter Instanz den staatlich sanktionierten Freiheitsentzug für rechtmäßig erklärt? Nach einer ohne nennenswerte Zwischenfälle absolvierten Fußball-Weltmeisterschaft sollte man doch meinen, dass es den Sicherheitskräften gelingen müsste, zwei wichtige Personen des öffentlichen Lebens zu beschützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anscheinend ist das Wohl von vielen in solch einem Fall dem Wohl des Einzelnen zu unterstellen.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 18 Jul 2006 19:00:00 +0200</pubDate>
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    <title>Investitionen</title>
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    Banken sind ja zumeist Aktiengesellschaften. Als ich am letzten Donnerstag mit meinem persönlichen Finanzberater der Dresdner Bank über meine Rente sprach, haben wir auch über Wertpapiere und Fonds gesprochen: Tradtionelle und konservative Titel waren die klingenden Buzzwords. Und als ich in den Auszug der im Fonds vertretenen Gesellschaften schaute, fand ich auch die ING Group &amp;ndash; das ist die DiBa. Eine Bank investiert also in eine andere Bank. Eine mir bisher unbekannte Interpretation von &quot;Konkurrenz belebt das Geschäft&quot;, denn: Geht es dem Konkurrenten gut, geht es auch mir gut. Dieses Geschäftsmodell bleibt dem Klempner vor Ort irgendwie verwehrt. Ich beklage mich nicht &amp;ndash; wenn&#039;s meine Rente erhöht, find ich&#039;s gut.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 17 Jul 2006 18:38:06 +0200</pubDate>
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    <title>Conclusion</title>
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 100px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&#039;serendipity_image_link&#039; href=&#039;http://claimaster.de/uploads/Denkblase/copperfield.png&#039;&gt;&lt;img width=&#039;100&#039; height=&#039;110&#039; border=&#039;0&#039; hspace=&#039;5&#039; align=&#039;left&#039; src=&#039;http://claimaster.de/uploads/Denkblase/copperfield.serendipityThumb.png&#039; alt=&#039;&#039; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Dickens&#039; liebstes Kind&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&quot;I&#039;m setting out a new writing project&quot; sagt Jack Nicholson in Stanley Kubricks &lt;i&gt;The Shining&lt;/i&gt;. So ist für die meisten wohl das Schreiben eines Buchs mit großem Aufwand und vielen Investitionen, nicht unbedingt finanzieller Natur, verbunden. Auch für Charles Dickens, einen der Meister in der englischen Literatur. Es war mehr ein Zufall, dass ich bei Abakus um die Ecke die englische Edition von Könemann habe stehen sehen. Und irgend etwas in mir sagte mir, dass ich dieses Buch lesen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufteilung in zwei Bände empfinde ich als sehr gelungen, akkumuliert das Buch im vorliegenden Format doch etwas über tausend Seiten. Wann genau ich mit &quot;David Copperfield begonnen habe, kann ich meinem Hirn nicht mehr entlocken. Ich weiß jedoch mit Sicherheit, dass ich am ersten Band schon gelesen habe, als ich mit Melli im Frühjahr 2005 die ägyptische Sonne genossen habe. Es muss irgendwann während meiner Projektgruppe gewesen sein, denn ich kann mich erinnern mit &lt;a href=&quot;http://www.jerakeen.de&quot;  title=&quot;Zu Holgers Weblog&quot;&gt;Holger&lt;/a&gt;  über eine stilistische Dreingabe Dickens&#039; gesprochen zu haben, die mich sehr erstaunt hat. Es hieß dort: &lt;blockquote&gt;&quot;Do you know anything?&quot; &amp;mdash; [...] &quot;Not much, I fear,&quot; returned my mother. &quot;Not so much as I could wish. But Mr. Copperfield was teaching me...&quot; &amp;mdash; (&quot;Much he knew about it himself!&quot;) said Miss Betsey in a parenthesis.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickens lässt hier schon jemanden in Klammern sprechen &amp;ndash; etwas, das in aktueller Literatur vermutlich nur noch ein Schmunzeln produziert, doch für mich einen Funken von Dickens&#039; Witz vorwegnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;I&#039;m setting out a new reading project.&quot; &amp;ndash; so begann meine Reise ins viktorianische England und sollte mich doch fast zwei Jahre lang beschäftigen. Ohnehin ist das Buch schon in der Hinsicht besonders, dass es durchgängig aus der Ich-Perspektive erzählt. Auf diese Weise entwickelte ich schon auf den ersten Seiten eine sehr persönliche Beziehung zur Titelfigur, die mir später wirklich ans Herz wachsen sollte, genauso übrigens wie Dickens selbst, der dazu im Vorwort schreibt:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Of all my books, I like this the best. It will be easily delivered that I am a fond parent to every child of my fancy, and that no one can ever love a family as dearly as I love them. But, like many fond parents, I have in my heart of hearts a favourite child. And his name is &lt;span style=&quot;font-variant:small-caps&quot;&gt;David Copperfield&lt;/span&gt;.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte ist voll von Copperfields Bekanntschaften, allesamt Charaktere, die man nicht vergessen kann, so intensiv und lebhaft werden sie beschrieben. Dickens schlug sich gern auf die Seite derer, die sonst kaum Fürsprecher fanden und so wundert es nicht, dass der junge David keine sonderlich schmackhafte Kindheit erlebt. Und viele kluge Menschen haben viele kluge Dinge gesagt über die Ähnlichkeit von Dickens&#039; Biographie und der Erzählung in diesem Buch &amp;ndash; sie mögen stimmen, oder auch nicht. Für mich ist die Geschichte ein Spiegelbild dessen, was das Leben zu bieten hat und ein spannendes Abbild der Zeit, in der es entstand; sozusagen ein Stück Zeitgeschichte, das einem beim ersten Bissen nicht schon staubig in der Kehle hängen bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz besonders aufgefallen sind mir auch Passagen, die regelrecht lyrischen Charakter zeigen, hier zwei Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;In the course of my descent to it,&lt;br /&gt;
by the winding track along the mountain-side,&lt;br /&gt;
from which I saw it shining far below,&lt;br /&gt;
I think some long-unwonted sense of beauty and tranquility,&lt;br /&gt;
some softening influence awakened by its peace,&lt;br /&gt;
moved faintly in my breast.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;[...] the centre of myself,&lt;br /&gt;
the circle of my life,&lt;br /&gt;
my own, my wife,&lt;br /&gt;
my love of whom&lt;br /&gt;
was founded on a rock!&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach John Irvings &lt;em&gt;The World According to Garp&lt;/em&gt; fiel ich in ein tiefes Loch, denn schon diese Geschichte hat mich bis dahin ungekannt eingefangen und nicht losgelassen. Ich stolperte von einem Buch zum nächsten, doch die Intensität von Irvings Erzählung blieb mir verwehrt &amp;ndash; bis zu David Copperfield. Vielleicht sind es ja gerade die Romane von Schriftstellern, die nicht so durch und durch erdacht sind, sondern nur ein Stück Welt nehmen und es in den Ecken ausgestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So stehe ich im Moment hinter einer Vollendung. Kein Buch, dass ich bisher gelesen habe, entließ mich so abschließend aus seiner Welt. Am Ende von David Copperfield bleiben keine Fragen offen; die Geschichte ist wirklich zu einem Ende gekommen und überlässt nichts der eigenen Fantasie. Eine willkommene Abwechslung zur aktuellen Literatur, die gerne nicht alle Fäden fertig spinnt, sondern lose hängend baumeln lässt. Es ist kein Kinderbuch, obwohl es Kinder mögen und auch lesen können. Und wer es schon einmal gelesen hat in jungen Jahren, der wird vielleicht bei erneutem Lesen ein ganz anderes Buch wiederfinden. Ich könnte mir vorstellen, dass es mit einem Menschen wächst und einem immer wieder andere Dinge sagen kann. Mein neuer erster Platz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Weisheit noch zum Schluss:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;I have often remarked &amp;ndash; I suppose everybody has &amp;ndash; that one&#039;s going away from a familiar place, would seem to be the signal for change in it.&lt;/blockquote&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 13 Jul 2006 10:35:26 +0200</pubDate>
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    <title>Heimvorteil</title>
    <link>http://claimaster.de/index.php?/archives/52-Heimvorteil.html</link>
            <category>Denkblase</category>
    
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
    <content:encoded>
    Diese WM ist eine Riesen-Chance für Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bisherige Echo der angereisten Fans ist &amp;ndash; für mich &amp;ndash; überraschend positiv, viele haben die WM-Städte für ihre herausragende Gastfreundlichkeit gelobt und auch die Sicherheitsbehörden sind bis dato überaus zufrieden mit dem Ausbleiben von Krawallen. Sicher darf man sich hier keinen Illusionen hingeben: die Krawallmacher sind ganz bestimmt auch im Land, trotz aller Bemühungen der ausländischen und deutschen Grenzer. Ohne Zweifel müssen unsere Polizisten und Grenzschützer hier außerordentliche Arbeit leisten &amp;ndash; im Angesicht der die westliche Welt beherrschenden Terrorfurcht. Ich wünsche mir da eine Fortsetzung der räsonierten Abwägungen bei uns; zum Beispiel keinen generellen Schießbefehl wie vor einiger Zeit in London.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nun ein Nationalspieler (Metzelder) zur öffentlichen Bezeugung von Nationalstolz aufruft, weil er sich alle erdenkliche Unterstützung der Mannschaft wünscht, dann muss man nicht darüber nachdenken, ob das besonders pietätvoll ist oder man sich freuen darf, ein Deutscher zu sein. Keine Angst: die Schuldzuschreibungen und das schlechte nationale Gewissen bleibt uns sicher noch ein paar Jahrzehnte erhalten. In der Zwischenzeit sollten wir genießen, was in unserem Land passiert und dieses Heimspiel zu unseren Gunsten entscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das in jeder Hinsicht! Denn die eingangs erwähnte Chance bezieht sich nicht nur auf Fußball-Deutschland. Wenn es uns gelingt, das neue Deutschland in der Welt (wieder) marktfähig zu machen, dann ist das ein wichtiger, großer Schritt. Ein Deutschland, dass sich seit Jahrzehnten an so vielen Orten für Frieden eingesetzt hat und dies auch weiter tun wird - ob als Verhandelnde oder aktiv Frieden Stiftende. Ein Deutschland, dem das wirtschaftliche Risiko nur zweitrangig bedeutsam war, als es darum ging, eine längs durch&#039;s Land gerissene Wunde zu heilen. Bei Futurama hieß es mal: &quot;We&#039;re more like Germany - ambitious and misunderstood.&quot; Wir müssen zeigen, dass wir Ambitionen haben, weltoffen sind und uns viel daran liegt, Missverständnisse aufzuklären. Was wäre ein günstigerer Zeitpunkt dafür als eine Weltmeisterschaft zu Hause, die ganz neue Möglichkeiten der Begegnung auftut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind schon Papst. Hoffentlich werden wir Fußball-Weltmeister. Und vielleicht gelingt uns der Wandel in den Köpfen der Anderen. Und mit ein bisschen Glück sogar in unseren eigenen.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 13 Jun 2006 11:35:55 +0200</pubDate>
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    <title>Wer nachfüllt, ist bescheuert!</title>
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            <category>Denkblase</category>
    
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
    <content:encoded>
    Seit Wochen nun bin ich schon auf der Suche nach Nachfüllpatronen bzw. &quot;Nachfüllstationen&quot; (Schlagwort der Schwan-Marketing-Abteilung) für meinen guten, alten Stabilo-BOSS-Textmarker. Fehlanzeige! Ich weiß in ganz Dortmund von zwei Läden, die die Dinger überhaupt anbieten, aber dort ist schon seit geraumer Zeit kein Nachfülldings in grün zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugegeben: Ich war naiv. Ich dachte, &quot;nachfüllbar&quot; &amp;ndash; das ist toll. Da braucht man nicht jedes mal einen neuen Stift zu kaufen. Den endgültigen Denkzettel erfuhr ich heute, als ich in einem Online-Büroshop zehn Textmarker für einen Preis (inlusive Versand) angeboten bekommen habe, der einige Discounter bei den Refills schlägt. Mit anderen Worten: Neu kaufen ist echt billiger als nachfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Aufdruck auf dem Produkt also wirklich nur Gewissensberuhigung für Käufer und Verkäufer? &lt;em&gt;&quot;Natürlich können Sie den Stift auch ganz einfach nachfüllen. Wir führen jedoch die Nachfüllpatronen nicht. Aus Gründen.&quot;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian hatte ein &lt;a href=&quot;http://kawazy.net/archives/26-Nachfuellbar.html&quot;&gt;sehr ähnliches Erlebnis&lt;/a&gt; vor einiger Zeit mit der Nachfülltinte für unsere Whiteboard-Marker. Edding BT-30 heißen diese Dinger, die es auch nirgendwo (zumindest für Privathaushalte zu vertretbaren Konditionen) zu kaufen gibt. Es ist auch da günstiger und einfacher, sich &quot;lediglich&quot; neue Stifte zu kaufen. Denn die gibt&#039;s fast überall. Und der Shop, bei dem Christian die Tinte tatsächlich bekommen hat, ist inzwischen verschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird man für Ansätze ökologischen Denkens bestraft.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 29 Mar 2006 16:48:56 +0200</pubDate>
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    <title>Erdnussbutter in Schokolade</title>
    <link>http://claimaster.de/index.php?/archives/47-Erdnussbutter-in-Schokolade.html</link>
            <category>Denkblase</category>
    
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
    <content:encoded>
    Früher war alles besser. Sowieso und überhaupt. Früher&amp;trade; konnte man sich nämlich unter &lt;a href=&quot;http://www.butterfinger.de&quot;  title=&quot;Domain in Beschlag&quot;&gt;www.butterfinger.de&lt;/a&gt; den Butterfinger bestellen. Der wurde dann per Post geliefert. Erdnussbutter, umhüllt von kiloweise Margarine, Butter und kakaohaltiger Fettglasur. Ein amerikanisches Original. Mindestens &lt;a href=&quot;http://www.tetno.de&quot;  title=&quot;Kristian Puls im Netz&quot;&gt;KP&lt;/a&gt; weiß, wovon ich rede. Ulkigerweise ist die Domain immer noch für Nestl&amp;eacute; registriert, aber wenn man in der Suchmaschine auf der Seite &quot;Butterfinger&quot; eingibt, findet das Teil keine Ergebnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange Zeit war Claim ganz traurig, weil es keinen Butterfinger mehr zu essen gab. Aber gestern hat Claim im Wal*Mart Hershey&#039;s 5th Avenue entdeckt. Ein Butterfinger mit echter Milchschokolade drum herum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen &lt;a href=&quot;http://www.typetive.com/candyblog/item/head_to_head_butterfinger_vs_5th_avenue/&quot;  title=&quot;Head2Head: Butterfinger vs. 5th Avenue&quot;&gt;knallharten Vergleich&lt;/a&gt; wie bei Computerhardware gibt es auch im Netz. Da ich aber nicht vor der Wahl stehe, esse ich einfach meinen leckeren 5th Avenue.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 08 Mar 2006 15:33:02 +0100</pubDate>
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    <title>Sonderangebot</title>
    <link>http://claimaster.de/index.php?/archives/44-Sonderangebot.html</link>
            <category>Denkblase</category>
    
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    <author>claim@claimaster.de (Claim)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 95px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a href=&#039;http://claimaster.de/uploads/Denkblase/rinux-tasse.jpg&#039;&gt;&lt;img width=&#039;95&#039; height=&#039;110&#039; border=&#039;0&#039; hspace=&#039;5&#039; src=&#039;http://claimaster.de/uploads/Denkblase/rinux-tasse.serendipityThumb.jpg&#039; alt=&#039;&#039; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die Rinux-Tasse.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Nur heute! Wer heute noch zuschlägt (UTC+1), kann die einmalige Gelegenheit wahrnehmen und mir zum Geburtstag gratulieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Telefonnummern sind einschlägigen Verzeichnissen zu entnehmen. Im Sonderfall ist auch eine Kontaktaufnahme per sog. &quot;&lt;b&gt;E-Mail&lt;/b&gt;&quot; möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und falls mir jemand ne Tasse schenken will &amp;ndash; ich hab schon eine! Beweis siehe nebenstehendes Bild.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 16 Feb 2006 20:04:52 +0100</pubDate>
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